Die Elektrifizierung des Autos
Der Mensch strebt seit Beginn seiner Geschichte nach Mobilität. Er möchte sich fortbewegen – und das möglichst schnell, unkompliziert und bequem. Bevor 1886 Karl Benz und Gottlieb Daimler das Automobil entwickelten, dienten Schiffe, Eisenbahnen, Fahrräder und Kutschen als Fortbewegungsmittel. Das Auto war das, was sich die Menschheit seit der Erfindung des Rades erträumt hat: ein Wagen, der sich von selbst fortbewegt.
Herausforderungen der Zukunft
Die Mobilität der Zukunft ist allerdings vor einige Herausforderungen gestellt. Zwar ist den Menschen auch heute noch ihre Mobilität und Flexibilität sehr wichtig, aber das Thema Nachhaltigkeit wird mittlerweile mindestens genauso groß geschrieben. Schließlich soll unsere Umwelt auch für nachfolgende Generationen erhalten bleiben. Um die Natur zu schonen, wird vor allem darauf geachtet, die Emission von Schadstoffen zu verringern. Die Zunahme dieser Schadstoffe in der Atmosphäre ist überwiegend auf die Menschen selbst zurückzuführen: durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe, Viehhaltung und die Rodung von Wäldern zum Beispiel.
Neben Klimaschutz und Nachhaltigkeit gibt es aber auch noch andere Aspekte, die Alternativen zum Verbrennungsmotor dringend notwendig machen. Nicht nur dass die Vorkommen fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdgas und Erdöl auf der Erde begrenzt sind und irgendwann nicht mehr ausreichen werden, um alle Fahrzeuge mit Kraftstoff zu versorgen. Durch die große Nachfrage und den weltweiten Kampf um die knappen Ressourcen steigt der Preis für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel stetig an, sodass sich immer weniger Menschen ein Auto leisten können.
Ein weiteres Problem ist auch die Zunahme der Mega-Cities auf der Welt. Das sind Städte wie Tokio, New York oder Mexiko-Stadt, die mehr als 10 Millionen Einwohner haben. Vielleicht warst du schon mal in Berlin. Unsere Hauptstadt kommt einem mit circa 3,5 Millionen Einwohnern bereits riesig vor. Im Vergleich zu den Mega-Cities ist sie aber noch überschaubar. In Städten mit so vielen Menschen ist die Schadstoffkonzentration in der Luft besonders hoch, sodass sich vor allem im Sommer so genannter Smog bildet, der sich wie eine Art Nebel über die Stadt legt und auch gesundheitsschädlich ist. Man geht davon aus, dass in Zukunft 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben wird.
Wie können wir die Mobilität der Zukunft trotzdem nachhaltig aufrecht erhalten?
Die Geburt des Elektroantriebs
Die Geschichte des Elektroantriebs begann bereits im 19. Jahrhunderts. Was heute nur wenige wissen: Noch bevor Karl Benz 1886 seine Motorkutsche vorstellte, war das Elektroauto schon weit verbreitet. So zeigt eine Statistik um 1900 in den USA, dass 40 % der Automobile Dampfwagen, 38 % Elektrowagen und nur 20 % Benzinautos waren. ![]()
Elektrofahrzeuge waren damals auch ein viel beliebteres Fortbewegungsmittel, denn es war natürlich viel angenehmer, in einem leisen statt in einem lauten, stinkenden Gefährt unterwegs zu sein. Allerdings hielt eine damalige Batterie nur zwischen 15 und 30 Kilometer und das Aufladen war eine langwierige Prozedur.
Den ersten Elektromotor meldete 1837 Thomas Davenport zum Patent an und testete ihn mit einer selbst entworfenen Modelllok, die er auf einem Schienenkreis von etwa einem Meter Durchmesser ihre Runden drehen ließ. Das erste Elektroauto, noch mit drei Rädern, aber bereits mit wiederaufladbarer Batterie, stellte dann der französische Elektroingenieur Gustav Trouvé 1882 auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris vor. Der erste Mercedes-Benz mit Elektromotor wurde 1907 in Wien gebaut.
Mit der schnellen Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors konnte das Elektromobil allerdings nicht lange mithalten. Nachdem 1912 die ersten Benzinautos mit elektrischem Starter auf den Markt kamen, die dem lästigen Ankurbeln ein Ende setzten, wurde die Produktion von Elektroautos vielerorts eingestellt. Das gestiegene Umwelt- und Klimabewusstsein hat dem Elektroantrieb allerdings wieder zum Comeback verholfen.
Aber auch der elektrische Antrieb von Fahrzeugen stellt nur eine Übergangslösung dar, denn auch bei der Stromerzeugung in Kraftwerken werden Schadstoffe freigesetzt. Daher bieten Brennstoffzellen-Antriebe mit lokaler Stromversorgung auf lange Sicht gesehen eine deutlich fahrdynamischere und wirtschaftliche Alternative.
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Kommentare
ob man die neue e-klasse in hundert jahren auch mal nostalgisch findet? kann ich mir gar nicht vorstellen...
| Montag, 17. Januar 2011 - 16:18









