Die PANGAEA in Kanada
Nunavut-Territorium? Noch nie davon gehört? Dabei erstreckt sich das Gebiet, das übersetzt soviel wie „Unser Land“ bedeutet, über unglaubliche 2 Millionen km² und umfasst 1/5 des kanadischen Festlands. Deutschland würde hier also circa 5,5 Mal Platz finden. Allerdings gilt Nunavut nicht gerade als beliebtes Urlaubgebiet. Dafür ist das Territorium aus geografischer Sicht gesehen besonders interessant – ein idealer Ort also für Mike Horn und sein PANGAEA-Team.
Ricarda Schenker (17) aus Stuttgart und Ansgar Fellendorf (18) aus Graz in der Schweiz konnten sich im NATIONAL GEOGRAPHIC Vorauswahl-Camp und dem anschließenden Selection Camp in Chateau d’Oex behaupten und dürfen Mike Horn nun als zwei von 10 Young Explorern auf seiner Kanada-Expedition begleiten. „Die Auswahl war hart, aber wir haben viel gelernt. So sind wir auf die Rolle als Berichterstatter für NATIONAL GEOGRAPHIC und auf die körperlichen Anstrengungen der Expedition bestens vorbereitet.“, erzählt Ricarda.
Erst am Wochenende trafen die beiden zusammen mit den anderen ausgewählten Young Explorern in Ottawa, der Hauptstadt Kanadas, ein und gingen hier an Bord des PANGAEA-Segelschiffs. Im Gepäck der Jugendlichen befinden sich sowohl wasserfeste Kleidung für eine zweitägige Paddelboot-Fahrt auf dem Clyde-River als auch Kletterzeug für die Überquerung von Gletschern und Fjorden.
Arktische Temperaturen und Permafrostboden
Das Nunavut-Territorium befindet sich im Nordwesten Kanadas. In den Wintermonaten ist es hier bis zu – 50 °C kalt. In der kurzen Sommerzeit zwischen Juni und August werden nur geringe Plus-Grade erreicht. Kein Wunder, dass wetterfeste Kleidung für die jungen Forscher auf der PANGAEA-Expedition Pflicht ist.
Das gesamte Gebiet ist mit Permafrostboden bedeckt, das bedeutet, dass der Boden ständig gefroren ist. Getreu dem PANGAEA-Motto „Explore – Learn – Act“ stehen verschiedene Messungen des Permafrostbodens und der CO2-Werte auf dem Programm. Mit ihnen wollen die Young Explorer menschliche Eingriffe in die scheinbar unberührte Natur selbst an solch dünn besiedelten Orten wie dem Nunavut-Territorium zeigen. „Ich bin gespannt und denke, dass wir eine Menge lernen. Mit verschiedenen Analysen messen wir die Veränderungen in Boden und Wasser durch Eingriffe in das Ökosystem. Darüber hinaus lernen wir die Lebensweise der Inuit kennen“, schildert Ansgar Teile des Programms.
Für NATIONAL GEOGRAPHIC berichten Ricarda und Ansgar fortan regelmäßig in einem Online-Tagebuch auf der deutschen Website des Magazins (www.nationalgeographic.de/pangaea) über ihre Abenteuer im Auftrag des Umweltschutzes.
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