Innovationswerkstatt?
Unser Tag bei Daimler begann pünktlich mit dem Empfang unseres Workshopleiters in Böblingen. Wir wurden in die Innovationswerkstatt geführt, in der wir unsere Namensschilder anhefteten und uns vorstellten. Anschließend stellten sich auch die Moderatoren, die aus vielen verschiedenen Abteilungen stammten, genau so wie der Workshopleiter, vor. Verblüffend war es, zu hören, dass Moderatoren in der Innovation gelernte Psychologen, Soziologen, Ingenieure oder Techniker sind. Wir hatten über den ganzen Besuch hinweg ein leckeres Buffet zur Verfügung, welches uns am Morgen angeboten wurde.
Innovativität durch Kreativität
Daraufhin unterhielten wir uns über das Thema Kreativität und wie wichtig sie für die Innovation bei Daimler ist. Dies wurde uns durch eine anschauliche Präsentation vermittelt. Als Kreativmethode schrieb der Workshopleiter unsere ihm zugerufenen Vorschläge zu peinlichen, angsteinflößenden, langweiligen und unangenehmen Sachen auf, die uns helfen sollten, später ein möglichst schlechtes Auto zu entwerfen. Also stellte uns sich die Herausforderung, in vier Gruppen zunächst ein annähernd unfahrbares Fahrzeug und dann ein nahezu perfektes Fahrzeug zu erstellen. Anschließend präsentierten alle vier Gruppen ihre Ideen. Bei den schlechten Autos gab es viele Ideenunterschiede, doch bei den guten Autos waren sich alle einig.
Herausforderung: lange Reise im Auto
Nach einer kurzen Pause wurden wir in drei große Gruppen unterteilt, die jeweils einen Moderator zugeteilt bekamen. Mit diesem erstellte jede Gruppe individuell eine Familie und Zeitplan für eine lange Reise zu einem beliebigen Ort. Wir bestimmten, was auf der Reise geschehen könnte und hielten fest, was für Probleme auftreten könnten. Da die Moderatoren die Chance hatten, Jugendliche genau zu befragen, stellten sie uns detaillierte Fragen, um unsere Bedürfnisse besser zu verstehen und analysieren zu können. Dazu konnten wir an den Autos demonstrieren, was zu verbessern ist, wie zum Beispiel die hinteren Schlafgelegenheiten. Nachdem wir die erstellte Reise fertig konstruiert hatten, gingen wir in die Kantine, um sehr lecker Mittag zu essen.
Als wir wieder Kraft getankt hatten, waren wir bereit, weiter effizient mitzuarbeiten. Nun stellte jede Gruppe zusammen mit ihrem Moderator den Reiseverlauf vor und sagte, was für Probleme jede Gruppe erarbeitet hatte. Daraufhin machten wir eine kleine Pause, in der wir alle die Funktionen der Autos testeten.
Brainstorming mal anders
Nach dieser Erholung gingen immer zwei Personen zusammen, um eine spezielle Art von Brainstorming anzuwenden. Es waren zehn Fragen aufgelistet zu der jede Gruppe zwei Minuten Zeit hatte irgendwelche Begriffe aufzuschreiben, die einen darauf einfallen. Danach bekam jede Zweiergruppe eine Frage zugeordnet, zu der sie die beste Idee aussuchte und säuberlich ausarbeitete. Diese Ideen dienten der Verbesserung der Autos aus der Sicht der Jugendlichen. Als die Ausarbeitung gründlich erledigt wurde, folgten die Besprechung und die Vorstellung der Ideen vor der Klasse und allen Moderatoren. Zuletzt durften die Moderatoren uns noch Fragen stellen und wir hatten auch reichlich Fragen an sie, wie z.B. was man studieren muss. Außerdem erklärten sie uns noch, welche unserer Ideen realisierbar sind und welche weniger und warum. Durch die gute Präsentation der Moderatoren der Innovationswerkstatt hat sich unser Bild darüber weiter verbessert. Zum Abschluss gaben wir noch unser Feedback, welches außerordentlich positiv ausgefallen ist, und gingen mit viel Genugtuung, Freude, Spaß am Tag und neuem Wissen nach Hause.
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